Augen auf beim Hundekauf

Nachdem nun wirklich die letzten Zweifel gefallen sind, ob gerade dieser Rassehund Ihr Hund werden soll, können Sie sich auf die Suche nach Ihrem neuen vierbeinigen Hausgenossen machen. Leider landen sogenannte Rassehunde auch in Tierheimen, weil viele Vorbesitzer gar nicht wussten was mit einem Hund auf sie zukommt und überfordert waren. Diese Hunde stammen jedoch nicht vom Züchter und haben leider zu 90% Manko's die sie ein Leben lang beibehalten werden, dessen müssen Sie sich bei der Aufnahme eines solchen Tieres immer bewusst sein! Dasselbe gilt für Hunde aus Notfallstellen oder aus Tötungssstadtionen. Es muss einem klar sein dass diese Hunde ein schlechtes Leben hinter sich haben und abgeschoben wurden und dies bedeutet sie haben in der Regel massive soziale Manko's, können nie frei laufen, oft nicht alleine bleiben und vieles mehr. Ich denke man sollte ehrlich genug sein darauf hinzuweisen, denn diesen Tieren nützt es wenig wenn sie durch viele Hände gehen und letztendlich immer wieder in irgendwelchen Auffanglagern oder Tierheimen enden. Interessieren Sie sich für einen Welpen, so gilt es, einen guten, verantwortungsvollen Züchter zu finden. Gerne sind wir Ihnen dabei behilflich. Wenn Sie auf diesem Weg Adressen von Züchtern bekommen haben, so sollte man meinen, dass diese Züchter Kontrollen unterliegen und alles in Ordnung ist. Dies ist jedoch leider nicht immer so! Es gibt nach wie vor Züchter die ihre Hunde gerade den Mindestanforderungen des Tierschutzgesetzes halten, ungeeigneten Unterkünften, kleine oder gar keine Ausläufe, keine Bewegung außerhalb des Zwingers usw. Bitte überzeugen Sie sich immer selbst, auch wenn dies vielleicht bedeutet dass sie mehrfach den Züchter besuchen müssen. Fragen Sie ihm "Löcher" in den Bauch. Bitten Sie ihn die Unterkünfte der Tiere zu sehen. Es bringt Ihnen nichts wenn sie mit dem Züchter im Wohnzimmer sitzen und er einen Teil - oder alle seine Hunde - mit ihm Wohnzimmer hat und sobald Sie gehen wandern alle in enge Zwinger usw. Sehen Sie sich den Auslauf genau an, ist er abgelaufen, wenn das Gras meterhoch steht, keine Grasnarben vorhanden sind ist es unwahrscheinlich dass die Hunde viel draußen sind. Ist es ein kleiner Auslauf wird es wenig Gras geben, ist es ein großer Auslauf, werden die einzelnen Stellen nicht so stark beansprucht. Machen die Hunde einen gepflegten Eindruck auf Sie, sind sie freundlich und zugänglich? Sie sehen es ist viel zu bedenken um den passenden, ehrlichen Züchter zu finden. Wichtig! Was führt dazu, dass ein Großteil der Ersthundehalter zu Billighunden greifen? Fehlende Aufklärung, falsches Mitleid und die Chance billig an einen Rassehund zu kommen sind die häufigsten Motive. Gerade jetzt, wo die wirtschaftliche Lage in Österreich noch immer schlecht ist und eine hohe Arbeitslosigkeit die Kaufkraft schwinden lässt, lockt der sogenannte graue Markt mit Schnäppchen für den Welpenkauf. Rassehunde ohne Papiere oder mit pseudohaften Papieren (es sind leider immer mehr Fälschungen im Umlauf) tauchen immer stärker auf dem Markt auf, weil die Nachfrage nach wie vor ungebrochen ist einen Rassehund zu besitzen. Warum mehr bezahlen, wenn ich schon für 250 - 500 Euro einen Rassehund bekommen kann? So denken auch heute noch viele, die es nicht besser wissen. Ich will ja nicht züchten - sondern nur einen Rassehund zum Liebhaben! Diese Gedanken sind weitläufig verbreitet und klingen auch verständlich in einer Zeit, wo man an das Sparen denkt. Krank werden kann auch ein Hund mit Papieren, da ist es doch besser wenn man sich gleich aus dem riesigen Tiermarkt einen billigeren Hund organisiert. Genau diese Standpunkte kennen auch unseriöse Züchter, Hundehändler, Massenzüchter und Vermehrer. Sie nutzen schamlos die Unwissenheit aus, für ein lukratives und schnelles Geschäft zum Leidwesen der Hunde und der zukünftigen Besitzer. Warum warnen wir vor solchen Hundekäufen? Weil das Leid, die Krankheiten usw. wie immer am Rücken der Hunde ausgetragen wird! Es ist nicht lustig wenn man massenweise E - Mail's, Anrufe usw. bekommt wo Huskys viele Jahre bis zu ihrem viel zu frühen Tod an Nierenleiden, Epilepsie, Allergien, und vieles mehr leiden. Noch schlimmer wenn man damit konfrontiert wird dass der Hund am erblinden ist, oder bereits erblindet ist dank Katarakt, Laminae usw. Und es schmerzt immer wieder den leidenden Besitzer dann sagen zu müssen, dass Sie leider auch selbst mit Schuld sind an diesem Leid, denn durch den Kauf eines solchen Tieres haben sie leider den Fortbestand dieser Vermehrung gesichert und das Leid wird nie ein Ende nehmen. Nachfolgend eine kurze Erklärung der einzelnen Vermehrer: Der Massenzüchter: Massenzüchter haben keine besondere Vorliebe für eine Hunderasse, sondern eher ein Interesse am sehr lukrativen Geschäft. Rassen von A - Z sind nicht selten. Massenzüchter sind Vermehrer im großen Rahmen und sie handeln mit der Täuschung Züchter zu sein. Ein Massenzüchter ist ausschließlich auf die reine Zwingerhaltung angewiesen, da mehrere Rassen und die vielen Hündinnen untergebracht werden müssen. Gesundheitliche Vorsorge und Sozialisierung der Welpen sind hier kaum gegeben. Solche Pseudozuchtstätten sind daher eine Gefahr für das Wesen des Hundes. Werden Sie also immer hellhörig wenn jemand mehr als ein, zwei Rassen gleichzeitig züchtet. Der Hundehändler: Hundehändler betreiben oftmals ein Import - und Exportgeschäft mit der Ware Hund oder kaufen ganze Würfe von Vermehrern im Alter von vier bis sechs Wochen. Das Geschäft boomt. Fingierte "Firmenpapiere" täuschen den Käufer über die Echtheit als Rassehund. Auf der Strecke bleibt das Wesen Hund und leider auch immer öfter die Gesundheit. Viele dieser Welpen sterben schon wenige Tage nach dem Kauf an Parvo oder Staupe! Man beachte: Gewinner sind nur der Händler und der Stand der Tierärzte, weil hier oftmals sehr hohe Folgekosten für die Gesunderhaltung der Hunde zu leisten sind. Aus einem günstigen Angebot wird oft ein teurer Hundekauf mit scheren Folgen für Mensch und Tier. Der Vermehrer: Vermehrer von Hunden leben von der Bequemlichkeit und der Möglichkeit für einen leichten Nebenverdienst. Das schnelle Geld, statt Verantwortung gegenüber dem Hund liegt hier im Vordergrund. Gleichgültig und unbekümmert ignorieren sie die Möglichkeiten einer Kontrolle durch einen seriösen Hunde Zuchtverband. Untersuchungen auf Erbkrankheiten? Wozu? Hauptsache man kann die Welpen billig verkaufen und Erbkrankheiten sind doch eine Erfindung der bösen Züchter um mehr Geld zu kassieren - Originalzitat eines Vermehrers bei einem Gespräch mit mir. Auch wenn viele erzählen man könnte ja Papiere haben, aber dann wäre der Hund teurer - echte Rassepapiere sind hier ausgeschlossen. In den letzten Jahren versuchen Vermehrer ihre Hundeproduktion immer öfters als einmalige Hoppalas oder liebevolle Hobbyzucht, oder Familienaufzucht zu tarnen. Hier ist größte Vorsicht geboten! Ähnlich wie bei den Massenzüchtern und Händlern sind gesundheitliche Überwachungen der Elterntiere nicht gegeben. Der Handel mit Hunden sollte schon längst der Vergangenheit angehören, wenn man bedenkt, wie viele Berichte und Reportagen über skrupellose Händler schon in Fernsehen und Zeitungen erschienen sind. Trotzdem kaufen noch immer Gutgläubige die armen Kreaturen, die von Geschäftemachern billig in Hinterhöfen oder Wohnungen produziert werden. Manche Welpen werden auch offiziell nach Österreich eingeführt, um in der wichtigsten Lernphase ihres Lebens allein in Quarantäne zu sitzen. Verhaltensstörungen sind vorprogrammiert und auch Gesundheitsschäden durch Erbfehler, mangelndem Impfschutz oder falscher Ernährung sind keine Seltenheit. Aber nicht nur Vermehrer, Hundehändler und Co - sind mit Vorsicht zu genießen! Beängstigend oft bekommen wir in letzter Zeit Ahnentafeln aus dem Ausland zu sehen die eindeutig eine Fälschung sind, manche sind inzwischen sehr gut gemacht! Der Welpe wird natürlich günstiger angeboten und der neue Besitzer freut sich über sein Schnäppchen. Bis die ersten Probleme auftreten. Bitte achten Sie deshalb genau darauf wo Sie Ihren Hund kaufen. Schließlich ist er ein Partner für viele Jahre und hat den besten Start ins Leben verdient und seine Eltern ein würdevolles Leben! Hier sollten Sie nicht am falschen Ende sparen und so immer weiterführendes Tierleid fördern. Zurück zur Wissenwertesübersicht
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