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Corneadystrophie beim Hund

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Was bedeutet Corneadystrophie? Corneadystrophie nennt man eine degenerative Veränderung der Hornhaut bei der Cholesterinkristalle oder Kalziumkristalle in die Hornhaut eingelagert werden. Woran erkenne ich, ob mein Tier eine Corneadystrophie hat ? Eine grau-weiße Trübung der Hornhaut, die kristallin oder metallisch erscheinen kann, ist im Zentrum oder etwas peripher am Auge zu erkennen. Corneadystrophien können ein- oder beidseitig vorkommen. Meist haben die Trübungen eine runde bis ovale Form. Der Dystrophiebereich kann sich vergrößern oder auch unverändert in Form und Größe bleiben. Abhängig von der Ausdehnung der Trübung ist das Sehvermögen mehr oder weniger stark eingeschränkt. Was sind die möglichen Ursachen für eine Corneadystrophie ? Einige Hunderassen sind besonders häufig betroffen: Airedale Terrier, Sibirian Husky, Golden Retriever, Collie, aber auch Hunde anderer Rassen können betroffen sein. Auch Schilddrüsenunterfunktion, andere hormonelle Störungen, chronische Lebererkrankungen sowie Fütterung von fettreichem Futter kann eine Ursache für eine Corneadystrophie sein, bei der Cholesterinkristalle eingelagert werden. Bei chronischen Hornhautentzündungen kann es ebenfalls zur Corneadystrophie kommen, bei der Cholesterin- oder Kalziumkristalle eingelagert werden. Ist eine Corneadystrophie schmerzhaft? Normalerweise ist diese Veränderung schmerzfrei. Allerdings ist es möglich, dass Kristalle schollenartig Bereiche des Epithels (oberste Schicht der Hornhaut) herausbrechen (Hornhautulcus). Dies ist sehr schmerzhaft. Ihr Tier wird eventuell das betroffene Auge kneifen, vermehrter Tränenfluss ist möglich. Wie wird eine Corneadystrophie diagnostiziert ? Ein Veterinärophthalmologe kann mit Hilfe einer Spaltlampe eingelagerte Kristalle und deren Position erkennen. Ein Fluoreszeintest kann nötig sein, um die Hornhautoberfläche auf das Vorhandensein von Ulzerationen genauer zu untersuchen. Wie wird eine Corneadystrophie behandelt ? Es ist schwierig, die Trübung der Hornhaut wieder zu verringern. Unterstützende tägliche Therapie mit Augentropfen kann eingesetzt werden, bringt jedoch keine Heilung. Eine Blutuntersuchung nötig, um Veränderungen des Fettstoffwechsels oder der Schilddrüsenfunktion festzustellen. In diesem Fall kann eine gezielte Therapie der Ursache durchgeführt werden. Sollten Hornhautulzerationen vorhanden sein, muss mit Augentropfen und Augengel behandelt werden, um eine Heilung dieser Läsion zu ermöglichen. In seltenen Fällen kann es nötig sein, die Dystrophiebereiche chirurgisch mit Hilfe des Operationsmikroskopes zu entfernen, um eine Abheilung von Ulzerationen zu erreichen. Copyright © 2008 Augen-Tierarztpraxis Dr. Allgoewer, Berlin Zurück zu Wissenswertes rund um den Hund
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